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Verstärktes Auftreten von Eichenprozessionsspinnern im Stadtwald Friedrichsdorf

Newsbild: Verstärktes Auftreten von Eichenprozessionsspinnern im Stadtwald Friedrichsdorf

Aufgrund des Aufkommens des Eichenprozessionsspinners im Stadtwald Friedrichsdorf gibt die Stadt, folgende Hinweise:
Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichen-Arten vor und ist ein natürlicher Teil des Waldes. Stark befallen sind meist freistehende, ältere Bäume am Waldrand. Vermehrt ist auch das Auftreten an den Rad-und Wanderwegen festzustellen. Zu erkennen sind derzeit die mit Raupen und Larvenhäuten gefüllten Gespinstnester am Stamm und in Astgabelungen. Die Raupenhaare stellen bei Körperkontakt eine akute gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar. Die sehr feinen Brennhaare, können leicht brechen und dabei auch im Unterholz und Bodenbewuchs vorhanden sein.
Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen. 
 
Folgenden Vorsichtsmaßnahmen sind deshalb bei einem festgestellten Befall zu beachten:
  • Grundsätzlich die Befallsstellen umgehen
  • Auf den Hauptwegen bleiben 
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren. Betroffene Kleindung gesondert waschen.
  • Empfindliche Hautbereiche (z.B. Nacken, Hals, Unterarme) schützen
  • Bei Auftreten von allergischen Symptomen den behandelnden Arzt oder Hautarzt aufsuchen
Eine Beseitigung aller Nester im Wald ist nicht möglich. Daher werden nur Nester in Bereichen entfernt, wo Menschen durch die Gifthaare direkt gefährdet sein können. Wie zum Beispiel Spielplätze, Bänke, Parkplätze. Falls Nester an diesen Stellen gesichtet werden, sollte dies dem zuständigen Förster gemeldet werden (Phi-lipp.Gerhardt@forst.hessen.de). Zusätzlich kann es zu einer Absperrung befallener Bereiche kommen.

(24.06.2020)

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