
Entlastungsstraße Friedrichsdorf – Südabschnitt
Das Baurecht für die Straße wird durch einen Bebauungsplan geschaffen. Zu diesem Plan fand vom 16. Februar bis 16. März die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung statt. Die eingegangenen Stellungnahmen werden nun geprüft und gegebenenfalls die Planung und Begründung entsprechend ergänzt. Der Satzungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung, der aus dem Bebauungsplanentwurf dann geltendes Recht macht, wird für Mai angestrebt.
Beginn der historischen Grabungen: Ende Mai 2009
Ende Mai können dann auch die Grabungsarbeiten des Landesamts für Denkmalschutz beginnen. 2001/2002 wurden vor dem Bau der nördlich anschließenden Bad Homburger Umgehungsstraße bei entsprechenden Grabungen Funde aus der Zeit der Bandkeramik (etwa 5300-5200 v. Chr.), der Bronzezeit (etwa 1000 v. Chr.) und der römischen Periode (2. und 3. Jh. n. Chr.) gemacht. Eine geomagnetische Untersuchung der nun anstehenden Trasse ergab ebenfalls zahlreiche Hinweise denen nachgegangen werden muss.
Mit einer Verwaltungsvereinbarung werden das Landesamt für Denkmalpflege, die Hessische Straßenbauverwaltung und die Stadt die Durchführung und Finanzierung der Ausgrabungen kurzfristig untereinander regeln. Die Stadt wird die Hälfte der 1,9 Millionen Euro anfallende Kosten für die Grabungen bezahlen. Die andere Hälfte trägt die Hessische Straßenbauverwaltung, eventuell entstehende Mehrkosten das Landesamt für Denkmalschutz.
Die Grabungen im Straßenverlauf werden voraussichtlich 6-9 Monate dauern. Es kann sein, dass an einzelnen Punkten bis Mitte 2010 gegraben werden muss, allerdings abgestimmt mit den dann schon beginnenden Bauarbeiten. Alle historischen Funde, die bei den Grabungen entdeckt werden, behält das Landesamt für Denkmalschutz. Das Amt wird sich um die entsprechende Aufbereitung, Archivierung und Ausstellung besonderer Stücke kümmern.
Stadt trägt Mehrkosten für Straßenbau und Lärmschutz
Eine weitere Verwaltungsvereinbarung regelt die Kostenverteilung der Baumaßnahme selbst: Diese Vereinbarung steht am 2. April in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung an. Grundsätzlich wird das Land Hessen die Grundstückskäufe und den Bau der Straße bezahlen. Wie vereinbart wird die Stadt Friedrichsdorf jedoch alle Mehrkosten tragen, die gegenüber dem Ausbau der Ursprungsvariante entstehen. Die aus dem Jahr 2002 stammende Planung sah lediglich einen Ausbau der heutigen Ortsumgehung Seulberg und der K 765 und 766 vor. Auch damals musste die Stadt eigene Mittel, nämlich insgesamt 700.000 € einbringen, da sie den Lärmschutz entlang der Seulberger Umgehung bezahlen sollte.
Die nunmehr von der Stadt zu übernehmenden Mehrkosten entstehen für eine Gesamtlösung, die auch einen 6,5 m hohen Wall entlang der A5 vorsieht. Dieser hat einen deutlich größeren Lärmminderungseffekt als der der früher geplanten Anlage entlang der Ortsumgehung Seulberg.
Der Straßenbau beginnt im Jahr 2010 und soll auch in 2010 fertiggestellt werden.
Vorentwurf der Planungsvariante 2 A - Südabschnitt Entlastungsstraße
Bebauungsplan-Entwurf AN 418 - "Entlastungsstraße Friedrichsdorf Südabschnitt"

Bebauungsplan-Entwurf AN 418 - "Entlastungsstraße Friedrichsdorf Südabschnitt"
Bebauungsplan-Entwurf AN 418 - "Entlastungsstraße Friedrichsdorf Südabschnitt" - Umweltbericht
Bebauungsplan-Entwurf AN 418 - "Entlastungsstraße Friedrichsdorf Südabschnitt" - Begründung
Bilder - Bau der Entlastungsstraße
An dieser Stelle werden wir Sie - mit aktuellen Bildern - über den Baufortschritt der Entlastungsstraße informieren und Ihre und unsere Vorfreude auf die Befahrbarkeit der Entlastungsstraße Friedrichsdorf pflegen. Folgende Bildergalerien stehen bisher zur Verfügung
Einweihung und Verkehrsfreigabe Nord-Abschnitt 20.10.2006 (11 Bilder)
Bauabschnitt Nord vor Fertigstellung (15 Bilder)
Bau Nordabschnitt - März 2006 (8 Bilder)
Baubeginn Nordabschnitt (14 Bilder)
Spatenstich Nordabschnitt (10 Bilder)
Verlaufsplanung neu - 3 Planungsvarianten (1 Bild)
I. Bauabschnitt Mitte (21 Bilder)
Spatenstich 26.11.2002 - Bauabschnitt Mitte (6 Bilder)
Verlaufsplan - bisher (1 Bild)
Was bisher geschah ...
Südabschnitt der Umgehungsstraße hat nächste Hürde genommen (Februar 2008)
Der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Südhessen hat heute der Abweichung vom Regionalplan Südhessen für den Südabschnitt der Umgehungsstraße zugestimmt", diese freudige Botschaft teilte Bürgermeister Horst Burghardt, der dem Ausschuss selbst angehört mit. Nun steht noch die abschließende Entscheidung der Regionalversammlung an, die nächsten Freitag in Frankfurter Römer tagt. "Nach menschlichem Ermessen dürfte einem positiven Entscheid nichts mehr im Wege stehen, nachdem im Ausschuss alle Fraktionen zugestimmt haben. Die SPD-Fraktion war am Mittwoch noch zu einem Vororttermin zusammengekommen, um sich von mir die Planung erläutern zu lassen", berichtet der Bürgermeister.
Die Stadt wird nun umgehend den nächsten Planungsschritt, die Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege leiten. Dieses Verfahren wird vom Planungsverband Frankfurt RheinMain durchgeführt und wird etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Parallel dazu wird die Stadt das Bebauungsplanverfahren durchführen, so dass wenn alles gut läuft zum Ende des Jahres das Planungsrecht geschaffen ist. "Mit diesem Lückenschluss um Seulberg herum wird es endlich eine klare und vernünftige Verkehrsführung geben, die auch den Stadtteil Seulberg entlasten wird. Wenn wir in den Landeshaushalt 2009 auf genommen werden, könnte nächstes Jahr der Spatenstich erfolgen und mit dem Bau begonnen werden", zeigt sich Bürgermeister Horst Burghardt optimistisch.
Planungsphase und Bebauungsplanaufstellung Südabschnitt (Sommer/Herbst 2007)
Die Umweltverträglichkeitsstudie für den Südabschnitt wurde mit der Trassenvorplanung im Jan. 2007 fertiggestellt. Die Stadt favorisiert die Neubauvariante 2a, welche in unmittelbarer Nähe der A5 verläuft. Die Zielsetzung ist, das Baurecht für die Neubautrasse 2a mittels eines Bebauungsplanes zu erlangen. Die dafür erf. Planungsschritte wurden hierzu Mitte 2007 eingeleitet.
Verkehrsfreigabe Nordabschnitt der Entlastungsstraße (Oktober 2006)
Mit einer Begrüßungsrede von Frau Uta Etienne, stellv. Amtsleiterin des Amtes für-Straßen und Verkehrswesen Wiesbaden, sowie mit Ansprachen durch Herrn Bernd Abeln, Staatssekretär im Hess. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und Herrn Horst Burghardt, Bürgermeister der Stadt Friedrichsdorf, wurde die Entlastungsstraße l 3057n bis einschließlich zum Köpperner Kreuz dem Verkehr übergeben.
Bei sonnigem Herbstwetter und unter Teilnahme zahlreicher Besucher erfolgte der Durchschnitt des Bandes um 16.02 Uhr durch Herrn Staatssekretär Abeln und Herrn Bürgermeister Horst Burghardt. Gefeiert wurde mit Apfelwein und Brezeln.
Nordabschnitt der Entlastungsstraße kurz vor Fertigstellung (September 2006)
Anfang September 2006 sind die Arbeiten am Nordabschnitt der Entlastungsstraße Friedrichsdorf enorm vorangeschritten. Der Bauzeitenplan wurde um viele Wochen unterschritten. Trotz der teilweise schwierigen und aufwendigen Brückenbauarbeiten steht der Nordabschnitt kurz vor der Fertigstellung. Hiernach dürfte bereits eine deutliche verkehrliche Entlastung des Stadtteiles Köppern erfolgen, auch wenn die Zukunft des Südabschnittes derzeit noch ungewiß ist. Mit den Bildern möchten wir Sie bereits heute auf den Nordabschnitt der Entlastungsstraße einstimmen.
Stand der Bauarbeiten: Entlastungsstraße Nordabschnitt (März 2006)
Zunächst wurde die Trasse durch massive Erdbewegungen freigeschoben. In diesem Neubauabschnitt der Entlastungsstraße wird der Bau von insgesamt 4 Brückenbauwerken notwendig. Bauwerke 1+4 (Überführung der Bahn und Unterführung des Mühlbaches) wurden bereits 2005 fertiggestellt. Zur Zeit werden die Arbeiten an Bauwerk 2+3 (Überführung des Wirtschaftsweges parallel zur Bahn und Unterführung des Erlenbaches) zügig vorangetrieben. Im nördlichen Teil ist bereits die bituminöse Tragdeckenschicht eingebaut.
Ab Juni 2006 wird mit dem Umbau des Köpperner Kreuzes und der L3204 begonnen. Die Rodungsarbeiten hierzu sind im Gange.
Mit der Fertigstellung des kompletten Nordabschnittes wird zum Sommer 2007 gerechnet.
Bauarbeiten am Nordabschnitt sind in vollem Gange (Juli 2005)
Spatenstich für den 2. Bauabschnitt der Entlastungsstraße ist erfolgt (April 2005)
Gemeinsam mit dem Hessischen Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel erfolgte am 15. April 2005 durch Bürgermeister Horst Burghardt und Ersten Stadtrat Günter Bastian mit dem symbolischen Spatenstich der offizielle Startschuss für den 1,9 km langen und 5,4 Mio EUR teuren Nordabschnitt der Entlastungsstraße Friedrichsdorf.
Für die Bauabwicklung der Nordtrasse, die über die Kreisgrenze des Hochtaunuskreises in den Wetteraukreis führt, ist das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden zuständig. Der mit 5 Brückenbauwerken baulich sehr anspruchsvolle Streckenabschnitt wird vermutlich im Frühjahr 2007 an den im März 2004 in Betrieb genommenen Mittelabschnitt anschliessen. Erst hiernach werden sich erste Entlastungseffekte, insbesondere für den Stadtteil Köppern, einstellen. Die Gesamtbaukosten betragen nach neuesten Schätzungen 9,125 Millionen Euro.
Als erste Baumaßnahmen nannte der Minister in seiner kurzen Ansprache zwei Brücken über den Mühlgraben sowie Arbeiten am neuen Knotenpunkt L 3057/L 3204 – Weinstraße. Dann folgen mit den schwierigen Überführungen der Bahnlinie Friedberg – Friedrichsdorf, eines Hauptwirtschaftsweges sowie der Unterführung des Erlenbaches drei weitere Brückenbauwerke.
Ausführliches Bildmaterial zum Spatenstich finden Sie in der oben genannten Bildergalerie.
Die Fortsetzung - Bau der Entlastungsstraße (Frühjahr 2005)
Nachdem am 17. Dezember 2003 der Mittelabschnitt der Entlastungsstraße Friedrichsdorf für den Verkehr freigegeben wurde, gehen die Bauarbeiten für den Nordabschnitt im Frühjahr 2005 weiter.
Zum Baubeginn des Nordabschnittes der Entlastungsstraße findet am 15.04.2005 um 14.30 Uhr auf dem Gelände der Taunusmilch in der Gemarkung Rosbach/Rodheim der "Erste Spatenstich" statt.
Für die Bauabwicklung der Nordtrasse, die über die Kreisgrenze des Hochtaunuskreises in den Wetteraukreis führt, ist das Amt für Straßen- und Verkehsrwesen Wiesbaden zuständig. Die von der Stadt vorfinanzierten Baukosten werden sich aufgrund höherer Kosten für das Brückenbauwerk unter der Bahnstrecke Friedrichsdorf-Friedberg und durch Mehrkosten im Mittelabschnitt von 7,6 Millionen auf 9,125 Millionen Euro erhöhen. Der Nordabschnitt wird im Herbst 2007 fertiggestellt sein, so dass dann auch eine deutliche Verkehrsentlastung für den Stadtteil Köppern wirksam wird.
Zum Verlauf des Südabschnittes hat das Stadtparlament am 23.09.2004 beschlossen, 3 Planungsvarianten als Neubaustrecke entlang der A5 zu untersuchen, welche die bisher vorgesehene Verkehrsführung über die K766- Ortsumgehung Seulberg und K765 ersetzen soll.
Als erster Schritt wurden Verhandlungen mit dem Hess. Verkehrsministerium aufgenommen mit dem Ziel, die ursprüngliche Planung nochmals zu überdenken. Die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie für die neuen Planungsvarianten wird z.Z. vorbereitet.
Der Baubeginn - Bau der Entlastungsstraße (November 2002)
Am 26.11.2002 war es endlich soweit. Im Rahmen eines Festaktes mit Staatssekretär Dr. Herbert Hischler aus dem Hessischen Verkehrsministerium konnten Bürgermeister Horst Burghardt und Erster Stadtrat Günter Bastian den ersten Spatenstich für die lange ersehnte Entlastungsstraße Friedrichsdorf feiern.
Die Entlastungsstraße Friedrichsdorf war ein schwieriges Projekt und musste über 20 Jahre auf seine Realisierung warten. Zu realisieren war sie letztlich nur durch die enorme finanzielle Unterstützung der Stadt Friedrichsdorf im Rahmen des sogenannten KIM (Kommunales Interessenmodell). Die Stadt Friedrichsdorf finanziert die geschätzten Baukosten des Landes Hessen in Höhe von derzeit rund 7,6 Millionen EURO vor. Das Land Hessen zahlt die Baukosten in 15 gleichen Jahresraten zeitversetzt an die Stadt Friedrichsdorf - jedoch ohne Zins und Zinseszinsleistungen - an die Stadt Friedrichsdorf zurück.Die Entlastungsstraße Friedrichsdorf - Allgemeines
Die Entlastungsstraße Friedrichsdorf bringt nicht nur die verkehrliche Entlastung der Gesamtstadt Friedrichsdorf, sondern sie schafft auch die verkehrliche Anbindung des neuen Gewerbegebietes Köppern Nordost sowie des Industriegebietes Max-Planck-Straße und des derzeit in Planung befindlichen Sport- und Gewerbeparks.
