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Köppern

Der Stadtteil Köppern liegt in einem reich bewaldeten Tal am Erlenbach und grenzt mit seiner westlichen Gemarkungsgrenze an den römischen Limes, der in der Zeit um 100 n.Chr. als Grenzwall zum germanischen Reich durch die Römer errichtet wurde.

Urkundlich erstmals erwähnt wird Köppern im sogenannten Eppsteiner Lehensverzeichnis, das vermutlich um 1269 entstand. Damals wurde eine Mühle zu "coppern" vom Grafen Gerhard von Eppstein dem Buchard von Printsac zum Lehen gegeben. Wahrscheinlich ist aber, dass die Region schon sehr viel früher besiedelt gewesen ist. In den umgebenden Wäldern finden sich zahlreiche Hügelgräber, die auf 1600 - 1000 v. Chr. datiert werden.

Eine Scwarz-weiß-Aufnahme, oval ausgeschnitten, vom Köpperner Waldkrankenhaus

Wie in keinem anderen der Stadtteile verbindet sich mit Köppern die Geschichte der zahlreichen Mühlen am Erlenbach. Früher als Mahlmühlen genutzt, wandelten sich diese seit dem 18. Jahrhundert zum großen Teil zu Papiermühlen. Neben der Getreide- und Ölmüllerei bot die Ziegel- und Fliesenfabrikation einen bedeutenden Erwerbszweig für die Bewohner Köpperns.

Anfang des 20. Jahrhunderts - 1901 - wurde das heute noch bestehende Waldkrankenhaus von dem Frankfurter Arzt Emil Sioli gegründet. Dort finden psychisch labile Menschen eine ruhige Umgebung mit fachlich kompetenter Betreuung.

Das Image einer Arbeitersiedlung trifft auf Köppern heute überhaupt nicht mehr zu. Aus dem Rhein-Main-Gebiet haben viele, meist wohlhabende Zuzügler, in dem landschaftlich reizvoll gelegenen Ort ein neues Zuhause gefunden.
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