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Friedrichsdorf Geschichte (kurze Version)

Eine alte Ansicht der Kirche in der Hugenottenstrasse

Friedrichsdorf ist eine junge Stadt. Sie blickt auf eine – für europäische Verhältnisse – kurze Geschichte zurück. 1687 wurde die Stadt von französischen Glaubensflüchtlingen, den Hugenotten, gegründet. Sie kamen auf Einladung des Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Homburg, der den Hugenotten mit zahlreichen Privilegien ihren Start fernab der Heimat erleichterte. Der wirtschaftliche Aufschwung, den die Friedrichsdorfer vor allem dem Textilgewerbe verdankten, wurde 1771 mit der Verleihung der Stadtrechte belohnt.

Im 19. Jahrhundert ersetzten zahlreiche, mittelständische Industriebetriebe, die vor allem Hüte, Leder- und Teigwaren produzierten, die zu dieser Zeit nicht mehr konkurrenzfähige Flanellweberei. Schließlich wurde Friedrichsdorf als „Stadt des Zwiebacks“ weltbekannt. Von den einst rund 15 Zwiebackbäckereien, die mit ihren Schornsteinen um 1900 das Stadtbild prägten, bestehen heute noch zwei Betriebe, aus einer weiteren ging das bekannte Unternehmen „Milupa“ hervor. Ein geführter Stadtspaziergang hilft beim ersten Kennenlernen der Stadt.

Die erste Vergrößerung der Stadt brachte 1916 die Eingemeindung des 1804 von Vogelsberger Bauern gegründeten Dorfes Dillingen mit sich. Seit der Gebietsreform von 1972 ist Friedrichsdorf auf vier Stadtteile mit insgesamt rund 25.000 Einwohnern angewachsen.

Philipp Reis , der berühmteste Bürger Friedrichsdorfs, hat hier 1860 das erste brauchbare Telefon erfunden. In seinem ehemaligen Wohnhaus ist heute das Stadtmuseum mit Philipp-Reis-Sammlung untergebracht.

Eine längere Version der Geschichte Friedrichsdorfs finden Sie hier.

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